„Balade Charlottenburg“

Kuratorinnen: Liberty Adrien & Carina Bukuts 

10.07. – 22.08.2021

Balade

Ein Ausstellungsparcours durch Berlin-Charlottenburg

10. Juli – 22. August 2021

 

«Balade» ist ein Ausstellungsparcours, der von den Kuratorinnen Liberty Adrien und Carina Bukuts als Spaziergang durch die Nachbarschaft Charlottenburgs konzipiert ist. Inspiriert von den Praktiken der Promenadologie nach Lucius Burckhardt, strebt die Ausstellung an, die Bedingungen der Wahrnehmung einer Nachbarschaft bewusst zu machen und die Gestaltung des Raums und seine Geschichte zu reflektieren. Dies meint nicht nur den Stadtraum in seiner Gesamtheit als öffentliche Fläche, sondern auch die vielen unterschiedlichen Akteure, die eine Nachbarschaft definieren wie z.B. dort ansässige kulturelle Institutionen, öffentliche Einrichtungen und Geschäfte. Eingeladen sind internationale Künstler:innen, die in Berlin ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt haben.

 

In 9 Stationen, die sich über 4 km durch Charlottenburg erstrecken, geht »Balade« der Geschichte und Gegenwart des Viertels nach. An allen Ausstellungsorten stellen in Berlin lebende Künstler:innen Werke aus, die entweder eigens für sie produziert oder auf sie geschnitten worden sind.

 

«Balade» ist kostenfrei und barrierefrei zugänglich

 

Künstler:innen

Haris Epaminonda, Christine Sun Kim, Jumana Manna, Ulrike Ottinger, Bettina Pousttchi, Jimmy Robert, Willem de Rooij, Slavs and Tatars, Studio Pandan

 

Ausstellungsorte

Abguss-Sammlung Antiker Plastik, Delphi Filmpalast, Institut français Berlin, Litfaßsäulen im öffentlichen Raum
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Kleine Orangerie Schloss Charlottenburg, Verkehrskanzel, Rathaus Charlottenburg, Savoy Hotel 

 

Audioguide 

Unter www.balade-berlin.com findet sich ab Ausstellungsbeginn ein begleitender Audioguide zu den einzelnen Stationen des Parcours. 

 

Führungen

«Balade» wird begleitet von einer Serie an kostenfreien Führungen, die an folgenden Terminen um jeweils 11 Uhr an der Verkehrskanzel starten:  17. Juli (Englisch), 24. Juli (Deutsche Gebärdensprache), 14. August (Deutsch). 

Es wird um Voranmeldung unter info@balade-berlin.com gebeten.

 

 

Bettina Pousttchi

Rathaus Charlottenburg

Das Werk von Bettina Pousttchi ist geprägt von ihrem Interesse an den Strukturen und Politiken des öffentlichen Raums. Ihre großformatigen, fotografischen Interventionen bedecken oft ganze Häuserfassaden und nehmen stets Bezug auf den urbanen oder historischen Kontext des jeweiligen Ortes. Für ihre Präsentation am Rathaus Charlottenburg setzt sich Pousttchi mit der Architektur des historischen Gebäudes auseinander und entwirft eine Fahne, die während der Ausstellung permanent zu sehen ist. In ihrer Arbeit dekonstruiert die Künstlerin den zugeschriebenen Repräsentationszweck von Flaggen und regt die Betrachter:innen an, über Fragen der Zugehörigkeit zu reflektieren sowie über den Einfluss von Architektur im Stadtbild.

Bettina Pousttchi (*1971, Deutschland) arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Fotografie und Architektur. Sie hatte u.a. Einzelausstellungen in der Berlinischen Galerie (2019), KINDL Centre for Contemporary Art, Berlin (2019), 

Kunsthalle Mainz (2017), The Arts Club of Chicago (2017), Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C. (2016), Nasher Sculpture Center Dallas (2014), Kunsthalle Basel (2011). Große Bekanntheit erlangte Pousttchi durch ihre Fotoinstallation »Echo« (2009/10) an der Fassade der Temporären Kunsthalle Berlin (am ehemaligen Ort des Palastes der Republik). Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Über Rathaus Charlottenburg

Vor knapp 100 Jahren wurde Berlin mit einem Schlag zur Weltstadt. 1920 verabschiedete der Preußische Landtag ein Gesetz, das 8 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zu „Groß-Berlin“ vereinte. An die Zeit vor diesem Zusammenschluss erinnern in ganz Berlin monumentale Rathäuser, die vormals für die Verwaltung von Städten vorgesehen waren und nun die Heimat von Bezirksämtern sind. Das Rathaus Charlottenburg wurde 1905 von den Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth pünktlich zur 200-Jahr-Feier der Stadt fertiggestellt. Wie kaum ein anderes Gebäude erinnert das Rathaus an städtebauliche Umbrüche in der Geschichte von Charlottenburg.

 

Adresse:

Otto-Suhr-Allee 100

10585 Berlin

Öffnungszeiten:

24/7